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Einzelhandel 2021: Preisbedingtes Umsatzplus gegenüber 2020

Veröffentlicht am: 17. Februar 2022|Kategorien: Top News, Überregional|

Die realen Einzelhandelsumsätze knüpften 2021 nicht an das Niveau des umsatzstarken Vorjahres an. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Umsätze real, also ohne den Einfluss von Preisveränderungen, um 0,7 Prozent niedriger als 2020 (Deutschland: plus 0,9 Prozent). Nominal bzw. bewertet in jeweiligen Preisen stiegen die Erlöse um 1,6 Prozent (Deutschland: plus drei Prozent).

Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau erhöhten sich die Umsätze real um 4,3 Prozent, nominal um acht Prozent.

Die Umsatzzuwächse im Einzelhandel gingen auf Preissteigerungen zurück. Gegenüber 2020 war der Einzelhandel mit Lebensmitteln mit einem Prozent im Minus; der mit Nicht-Lebensmitteln mit 0,4 Prozent. Nominal stiegen die Umsätze im Lebensmittel-Einzelhandel um 0,9 Prozent bzw. im Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel um 2,2 Prozent.

Nur Handel mit sonstigen Gütern im Plus

Im Jahresvergleich erwirtschaftete lediglich der Handel mit sonstigen Gütern, zu denen beispielsweise Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, mehr (plus 3,4 Prozent). Der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen mit dem Handelsschwerpunkt im Lebensmittelbereich realisierte weniger Umsätze (minus ein Prozent). Ein vierprozentiges Minus verbuchten die Händler mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien und Heimwerker- und Einrichtungsbedarf. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik sowie mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren gingen die Erlöse um 6,9 bzw. 4,1 Prozent zurück.

Beschäftigung im Jahr 2021

Die Zahl der Beschäftigten blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (minus 0,1 Prozent; Deutschland: plus ein Prozent).

Einzelhandel im Dezember 2021

Preisbedingt stiegen die Umsätze im Einzelhandel im Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um drei Prozent; ohne Preiseinflüsse lagen diese um 0,3 Prozent niedriger. Positiv liefen die Geschäfte für den Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel: Die realen bzw. nominalen Zuwächse lagen bei 3,1 bzw. 6,9 Prozent. Der Handel im Lebensmittelbereich erzielte 4,4 Prozent weniger reale Umsätze (nominal: minus 1,4 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten lag 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das Basisjahr 2015 (zuvor 2010).
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass sie durch die unterschiedlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beeinflusst sind.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Quelle Text/Bild:
Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Mainzer Straße 14-16
56130 Bad Ems

www.statistik.rlp.de

Kaiserslautern, 17.02.2022

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