HDE-Konsumbarometer März: Verbraucherstimmung fällt erneut – anhaltende Unsicherheiten belasten Konsumlaune

HDE-Konsumbarometer. Nach einem kurzen Stimmungsaufschwung zu Jahresbeginn trübt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im März wieder ein. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Die Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung des privaten Konsums erhalten damit einen deutlichen Dämpfer.
Verbraucher bleiben zurückhaltend – Anschaffungs- und Sparneigung sinken leicht
Die geplanten Konsum- und Sparaktivitäten der Verbraucher zeigen im Vergleich zum Vormonat kaum Bewegung. Sowohl die Anschaffungsneigung als auch die Sparneigung gehen leicht zurück. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist damit weiterhin nicht in Sicht.
Ausschlaggebend für die Zurückhaltung sind vor allem die pessimistischer werdenden Einkommenserwartungen. Diese fallen im März auf das Niveau des Vorjahres zurück. Viele Menschen rechnen also nicht mit steigenden verfügbaren Einkommen – ein zentraler Faktor für Konsumzurückhaltung.
Konjunkturerwartungen verschlechtern sich – Unsicherheiten dominieren
Auch der Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung fällt gedämpft aus. Zwar sind die Konjunkturerwartungen etwas optimistischer als zum Jahreswechsel, doch im Vergleich zum Februar gehen sie ebenfalls zurück. Die von der Bundesregierung angekündigten wirtschaftlichen Impulse sind für die Verbraucher bislang nicht spürbar.
Hinzu kommen internationale Belastungsfaktoren, die die Stimmung zusätzlich drücken:
- der Ausbruch des Iran-Kriegs, der die Unsicherheit weiter verstärkt
- die volatilen Handelsbeziehungen und drohende neue Zölle im Konflikt zwischen den USA und vielen Handelspartnern
- eine angespannte Arbeitsmarktsituation mit zunehmenden Meldungen über Stellenabbau
Keine Verlagerung vom Konsum zum Sparen – sondern generelle Vorsicht
Das Konsumbarometer zeigt klar: Die Verbraucher planen weder mehr Konsum noch mehr Sparen. Stattdessen deutet sich eine Phase der allgemeinen Zurückhaltung an. Die Menschen investieren weniger und legen gleichzeitig weniger Geld zurück – ein Zeichen dafür, dass sie sich finanziell unter Druck fühlen.
Politik gefordert: Binnenkonjunktur stärken
Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht der HDE die Bundesregierung in der Pflicht, entschlossen gegenzusteuern. Die schwarz-rote Koalition müsse Maßnahmen ergreifen, die die Binnenkonjunktur stärken und Verbraucher wie Unternehmen spürbar entlasten.
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(Text: HDE Handelsverband Deutschland/hv/ms; Foto: Archiv/Logos)







