Arbeitsmarkt Westpfalz: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im März

Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Kaiserslautern‑Pirmasens ist im März 2026 leicht gesunken. Insgesamt waren 19.219 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 186 Personen weniger als im Februar (‑1 Prozent) und 18 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern‑Pirmasens:
„Im März waren in der Westpfalz fast 200 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als noch vier Wochen zuvor. Wir können weiter von einer stabilen Entwicklung am Arbeitsmarkt sprechen. Dennoch ist dieser immer in Bewegung und es konnten erneut mehr als 1.000 Menschen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. Das zeigt, dass die Unternehmen und damit die Region Chancen bieten. Gleichzeitig meldeten sich jedoch auch 1.300 Menschen aus der Erwerbstätigkeit heraus bei der Arbeitsagentur oder den Jobcentern arbeitslos.“
Unterbeschäftigung ebenfalls rückläufig
Die Unterbeschäftigung lag im März bei 22.893 Personen. Das entspricht einem Rückgang von:
- 152 Personen gegenüber Februar (‑0,7 Prozent)
- 192 Personen gegenüber März 2025 (‑0,8 Prozent)
Zur Unterbeschäftigung zählen neben Arbeitslosen auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.
SGB III und SGB II: Unterschiedliche Entwicklungen
- SGB III (Agentur für Arbeit): 8.253 Arbeitslose → 181 weniger als im Februar → 226 mehr als vor einem Jahr
- SGB II (Jobcenter): 10.966 Arbeitslose → 5 weniger als im Februar → 244 weniger als im Vorjahr
Damit wurden 57 Prozent aller Arbeitslosen von den Jobcentern betreut.
Hohe Dynamik: Viele Zu- und Abgänge
Im März meldeten sich 3.329 Personen arbeitslos, darunter 1.300 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 3.519 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, davon 1.062 durch Aufnahme einer Beschäftigung.
Arbeitskräftenachfrage bleibt stabil
Die Unternehmen in der Region suchen weiterhin Personal. Im März wurden 748 neue Stellen gemeldet – 38 mehr als im Februar und 22 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt befanden sich 3.716 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Besonders gefragt sind Fachkräfte in den Bereichen:
- Handel
- Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen
- Verarbeitendes Gewerbe
- Gesundheits- und Sozialwesen
Grundsicherung: Weniger Bedarfsgemeinschaften
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 765 (‑5 Prozent) auf 15.939. Insgesamt betreuten die Jobcenter 21.419 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte – 1.109 weniger als vor einem Jahr.
Regionale Entwicklung: Stadt Kaiserslautern
In der Stadt Kaiserslautern ist die Arbeitslosigkeit im März leicht gestiegen. 5.329 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 35 mehr als im Februar, aber 64 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 9,5 Prozent.
SGB III und SGB II im Überblick
- SGB III: 1.861 Arbeitslose → 5 weniger als im Februar → 45 weniger als vor einem Jahr
- SGB II: 3.468 Arbeitslose → 40 mehr als im Februar → 19 weniger als im Vorjahr
Damit betreuten die Jobcenter 65 Prozent aller Arbeitslosen in der Stadt.
Hohe Bewegungen am Arbeitsmarkt
- 928 Personen meldeten sich arbeitslos
- 377 davon direkt aus Erwerbstätigkeit
- 907 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
- 274 nahmen eine neue Beschäftigung auf
Stellenmarkt in Kaiserslautern
Die Unternehmen meldeten 206 neue Stellen – 12 weniger als im Februar, aber 28 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt waren 1.113 offene Stellen verfügbar.
Grundsicherung
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Jahresvergleich um 157 (‑3 Prozent) auf 4.866. Betreut wurden 6.332 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte – 285 weniger als vor einem Jahr.
(Text: Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens/hv/ms; Foto: AdobeStock_291056545)







