Arbeitsmarkt Rheinland-Pfalz: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im November

Mainz – Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz zeigt sich im November 2025 leicht verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vormonat um 900 Personen auf 123.400, was einem Rückgang von 0,7 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 5,4 Prozent.
Im Jahresvergleich fällt die Bilanz allerdings weniger positiv aus: Gegenüber November 2024 stieg die Arbeitslosigkeit um 4.500 Personen oder 3,8 Prozent. „Von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten fast alle Personengruppen. Auch wenn dies zunächst positiv ist, sind im Vergleich zum Vorjahr mehr Menschen arbeitslos“, erklärt Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.
Langzeitarbeitslosigkeit bereitet Sorgen
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei Langzeitarbeitslosen: Ihre Zahl erhöhte sich im Jahresvergleich um 6,1 Prozent auf 42.120 Personen. Auch ältere Arbeitnehmer ab 55 Jahren sind mit einem Plus von 4,8 Prozent überproportional betroffen. Männer verzeichneten mit 4,5 Prozent einen stärkeren Anstieg als Frauen mit 3,0 Prozent.
Positive Signale vom Stellenmarkt
Ermutigend ist die Entwicklung bei den offenen Stellen: Unternehmen meldeten im November 6.200 neue Arbeitsstellen, 6,1 Prozent mehr als im Vormonat. Insgesamt waren 32.300 offene Stellen registriert. Die meisten Vakanzen gab es in der Zeitarbeit (5.450), im Handel (4.360) und im Gesundheits- und Sozialwesen (4.130). Allerdings liegt der Stellenbestand im Jahresvergleich noch 9,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Beschäftigung leicht gestiegen
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September 2025 mit 1.506.100 Personen 0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wachstum verzeichneten vor allem das Gesundheitswesen, das Sozialwesen und die öffentliche Verwaltung. Rückgänge gab es hingegen im Verarbeitenden Gewerbe (minus 6.200) und im Baugewerbe (minus 1.500).
Seit Jahresbeginn konnten 86.900 Menschen durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden – 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
(Text: hv/ks; Bild: Bundesagentur für Arbeit)








